Objektbeschreibung

Allgemein
Satellitenfoto Hauptgebäude H1 Das Hauptgebäude H1 der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr befindet sich am Holstenhofweg 85 in Hamburg und stellt ein Gebäude des Bundes dar, dessen Nutzer die Bundeswehr ist. Die Errichtung des Hauptgebäudes im Herzen des Universitätscampus wurde im Jahre 1976 abgeschlossen. Die Lage des Hauptgebäudes H1 ist auf der rechten Abbildung (rot markiert) dargestellt. Das Gebäude, welches an der Ostseite direkt an das Hauptgebäude anschließt, ist das Gebäude H2. Weiterhin sind östlich der Gebäude H1 und H2 Lehreinrichtungen, Parkflächen und der Kühlsee zu finden. Nördlich des Gebäudes H1 befinden sich Studentenwohnheime und die Rodigallee. Westlich des Gebäudes sind die bewachte Hauptzufahrt des Universitätsgeländes, weitere Studentenwohnheime und Lehreinrichtungen sowie der angrenzende Holstenhofweg zu finden. Im Süden befinden sich die Mensa, die Sportstätten, weitere Lehreinrichtungen, Studentenheime sowie die Campus begrenzende Bundesautobahn (BAB 24).

Äußere Erschließung und Gestaltung
Blick auf den Haupteingang an der Westseite des Gebäudes H1 aus Richtung Süd-West (Hauptzufahrt) Das Hauptgebäude H1 ist zu allen Seiten hin mit begehbaren und befahrbaren Flächen (Grünflächen bzw. Natursteinplatten) für den Aufenthalt der Studenten, Professoren und sonstigen Personen sowie als Bewegungs- bzw. Aufstellflächen für die Feuerwehr versehen. Die Gesamthöhe des Gebäudes, einschließlich der fachwerkähnlichen Konstruktion aus Stahl auf dem Dach, beträgt gemäß den Bestandsplänen der Bundesbauabteilung 19,86 m. Die Höhe von der Geländeoberfläche bis zur Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses, in welchem ein Aufenthaltsraum möglich ist, wird gemäß den Bestandsplänen mit etwa 9,82 m angegeben. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Gebäudes H1 beträgt genau wie die Ost-West-Ausdehnung etwa 166 m. Erschlossen wird das Gebäude H1 über zwei Eingänge an der Nordseite, zwei Eingänge an der Westseite und einen Eingang an der Südseite. Der Haupteingang befindet sich an der Westseite nahe der Hauptzufahrt. Des Weiteren sind an allen Seiten weitere Zugänge vorhanden, welche als Notausgänge genutzt werden.

Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes zeichnet sich durch horizontal durchgehende Glasfensterreihen in der ersten und zweiten Ebene aus. Die Glasfensterreihen der einzelnen Ebenen werden durch horizontal und vertikal verlaufende Stahlelemente in regelmäßigen Abständen begrenzt bzw. unterteilt. Die Ebene 0 des Gebäudes springt gegenüber den anderen Ebenen etwas zurück und erzeugt somit den Eindruck eines Sockelbereiches. Sie wird durch großflächige Glaselemente und im Wechsel dazu weiß beschichteten Wandelementen aus Stahl gekennzeichnet. Weiterhin wird das Gebäude durch die fachwerkähnlichen Stahlelemente auf dem Flachdach geprägt. Der Verfasser dieser Thesis geht davon aus, dass diese eine statische Funktion erfüllen und somit der horizontalen Aussteifung des Gebäudes dienen. Insgesamt entsteht durch das Zusammenwirken von Stahl- und Glaselementen ein moderner und gewissermaßen an den Funktionalismus angelehnter Gesamteindruck. Des Weiteren ist das Gebäude durch seine einzigartige Struktur, einspringende Ecken und rechtwinklig aufeinanderstoßende Fassadenelemente geprägt.

Innenbereich
Foyerbereich Ebene 0 Das Gebäude H1 ist in drei gesprinklerte Hauptebenen, einen unterkellerten Teilbereich sowie eine Dachebene gegliedert und dient Lehr-, Forschungs- und Verwaltungszwecken. Die Ebene 0 umfasst eine Grundfläche von etwa 12.300 m². Ebene 1 und Ebene 2 jeweils etwa 12.800 m² Grundfläche. Die Unterkellerung gliedert sich in einzelne Teilbereiche und umfasst insgesamt eine Fläche von etwa 1700 m².
Das Gebäude H1 kann von seiner Typologie einem sog. Pavillontyp zugeordnet werden, welcher durch seine enorme Ausdehnung bzw. Weitläufigkeit gekennzeichnet ist. Es gliedert sich somit in 12 Pavillons und ist mit einem tragenden und aussteifenden Stahltragwerk ausgeführt. Ab Ebene 1 sind es nur noch 9 Pavillons, da drei Teilbereiche über Ebene 0 als Innenhöfe ausgebildet sind. Die einzelnen Pavillons werden über Flure oder sind direkt miteinander verbunden. Die Ausdehnung eines Pavillons beträgt etwa 36 x 36 m. Jeder Pavillon wird dabei von vier Stahlstützen getragen und horizontal durch Stahlträger sowie durch die fachwerkähnliche Stahlkonstruktion auf dem Dach eines jeden Pavillons ausgesteift.

Bei der Betrachtung der brandschutztechnischen Ertüchtigung bezieht sich der Verfasser dieser Master Thesis beispielhaft auf die Deckenkonstruktion der Ebene 1 des Hauptgebäudes H1.


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