Zusammenfassung

Ziel dieser Master Thesis war es am Beispiel einer Deckenkonstruktion des Hauptgebäudes der Bundeswehr-Universität Hamburg anhand einer Mängelerfassung und -bewertung unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie die vorhandenen brandschutztechnischen Mängel hinsichtlich planerischer, ausführungs-technischer und wirtschaftlicher Aspekte zu beseitigen sind.

Um dem interessierten Leser das zu untersuchende Objekt näher zu bringen, wurde zunächst ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung der 1972 als Campus-Hochschule auf einer Liegenschaft des Bundes gegründeten Bundeswehr-Universität und deren Lage im Stadtbild der Freien und Hansestadt Hamburg gegeben. Anschließend wurde das Hauptgebäude in seiner äußeren Erschließung und Gestaltung sowie der inneren Ausstattung und Infrastruktur detailliert beschrieben.

Vorangestellt an die sorgfältige Erfassung und Bewertung des Ist-Zustandes sowohl für den Gebäudebestand im Gesamten als auch für die zu untersuchende Deckenkonstruktion, wurde das brandschutztechnisch zu beurteilende Hauptgebäude hinsichtlich der speziell für die Hansestadt Hamburg gültigen Rechtsvorschriften baurechtlich eingeordnet. Daraufhin wurden alle für diese Master Thesis erforderlichen gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen zusammengetragen.

Die darauf folgende Zustandserfassung wurde sowohl unter Berücksichtigung vorliegender Bestandsunter-lagen, diverser Gutachten und Zuarbeiten der Beteiligten als auch durch eine augenscheinliche Zustands-erfassung und damit verbundener Fotodokumentation des Verfassers erarbeitet.

Auf Grundlage der Erfassung und Bewertung des Ist-Zustandes hinsichtlich der bisherigen Umsetzung brandschutztechnischer Anforderungen konnte der Verfasser dem interessierten Leser einen Überblick über die schwer zu durchschauende brandschutztechnische Problematik und die umfangreichen Defizite beim Brandschutz des Hauptgebäudes mit dem Schwerpunkt der Deckenkonstruktion geben. Im Zuge einer Variantendiskussion wurden daraufhin eine Vielzahl von Möglichkeiten vorgestellt, wie die erfassten Brandschutzmängel der Deckenkonstruktion unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte beseitigt werden können. Hierbei wurden Varianten erarbeitet, welche den materiellen Anforderungen des Bauordnungsrechts entsprechen, aber auch Varianten, welche von den materiellen Anforderungen abweichen und trotzdem die hinter dem Bauordnungsrecht im Mittelpunkt stehenden Schutzziele erfüllen. Somit hat der Verfasser in Anbetracht wirtschaftlicher Aspekte Lösungsvorschläge ermittelt, welche trotz der existierenden Anfor-derungen Spielräume bzw. Erleichterungen in deren praktischen Umsetzung ermöglichen.

Anhand von drei ausgewählten Varianten hat der Verfasser im Zuge einer Kostenschätzung abschließend untersucht, welche Variante für die Ausführung der Baumaßnahmen zur Beseitigung der erfassten Brandschutzmängel aus planerischer, ausführungstechnischer und wirtschaftlicher Sicht am sinnvollsten ist. Demnach hat diese Arbeit unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren aufgezeigt, dass besonders eine Erweiterung der Sprinkleranlage mit stehenden Sprinklern die Variante darstellt, welche von den Beteiligten weiterführend zu untersuchen und anzustreben ist.

© 2010 | 2sn.de | Home | Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt Donnerstag, 12.12.2019 - 01:51